Im April 2018 gestartet: 

Neues Evaluationsprojekt zum Thema:

Erwartungen junger Drogen- und Mehrfachabhängiger an die Suchtselbsthilfe


Die Befragung richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene in stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen der Sucht-krankenhilfe in Niedersachsen. Im Zentrum stehen die Erwartungen junger Betroffener an die Suchtselbsthilfe.  


Die Untersuchung erfolgt auf der Basis von Methoden der quantitati-ven und qualitativen Sozialforschung. Geplant sind darüber hinaus Interviews mit Entscheidern aus der Suchttherapie und  Gruppenver-antwortlichen der Suchtselbsthilfeverbände. 


Das Projekt ist auf 18 Monate angelegt und erfolgt in enger Koope-ration mit Suchtselbsthilfeverbänden unter dem Dach der Nieder-sächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS). 


Die Forschungsdokumentation zu diesem Projekt wird im September 2019 in Buchform unter dem Titel "Erwartungen junger Drogen- und Mehrfachabhängiger an die Suchtselbsthilfe. Eine Befragung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen in Niedersachsen" erscheinen. 



Sozialwissenschaftlich orientierte Suchtforschung 


Im Rahmen unserer Forschungstätigkeit beschäftigen wird uns u. a. mit den Ursachen des Konsums psychoaktiver Substanzen und der Suchtgenese im Jugend- und Erwachsenenalter. Im Fokus einer sol-chen sozialwissenschaftlich orientierten Suchtforschung steht das in-terdependente Zusammenspiel gesellschaftlicher, sozialer und psy-chischer Faktoren. Eine solche Sichtweise erscheint wichtig, da der Drogenkonsum und die damit einhergehenden Erfahrungen nicht ei-nem pharmakologisch induzierten Ablaufmuster folgen, sondern im Wesentlichen kulturell geprägt und von  gesellschaftlichen Steue-rungsmechanismen beeinflusst sind.  


Zwar existiert in der modernen Suchtforschung eine vage Vorstellung von der Multidimensionalitat des Drogenkonsumverhaltens, die bis-her aber noch als zu grob gerastert zu charakterisieren ist. Einzube-ziehen in eine solche Analyse sind makrostrukturell bestimmte Le-bens- und Existenzbedingungen, die sich im Kontext subjektiver Wirk-lichkeit in den Individuen reproduzieren. Süchtig psychische Abwei-chung stellt sich in diesem Zusammenhang als eine mögliche Form harmonisierender und resignativer Varianten im Kontext psychoso-zialer Abwehrmechanismen dar. Daran gilt es in der heutigen Sucht-forschung anzusetzen, wenn durch Suchtprävention auf Dauer bes-sere und nachhaltigere Ergebnisse erzielt werden sollen.  

 

Bundesweites Forschungsprojekt:

Wir sind weiterhin in Vorbereitung eines bundesweiten Forschungs-projekts auf der Basis der Ergebnisse unserer Evaluationsstudie aus dem Jahr 2016. Die Befragung soll in 16 Bundesländern durchgeführt werden, darin eingeschlossen auch die Befragung von mitbetroffenen Frauen und Männern. 

Leistungen des ISG

Im Rahmen quantitativer Sozialforschung (Erhebung von Daten) sind wir auf folgende Methoden spezialisiert: schriftliche Befragung, Beob-achtung, Experiment und  Inhaltsanalyse. Aber auch im Bereich der qualitativen Sozialforschung sind wir aktiv, wenn es z. B. um die Durchführung von Interviews oder ähnlichen Methoden geht.


Ein besonderer Schwerpunkt unserer wissenschaftlichen Arbeit bezieht sich auf die Evaluationsforschung. Evaluation ist eine interdis-ziplinär angelegte wissenschaftliche Dienstleistung, die auf empirische Daten gestützt ist und ausgewiesene Kriterien systematisch beschreibt und bewertet. Dabei geht es konkret um die Bewertung bzw. Begut-achtung von Projekten, Prozessen und Organisationseinheiten.


Im Rahmen der Evaluationsforschung werden Daten methodisch er-hoben und systematisch dokumentiert, um die Untersuchung, das Vorgehen und die Ergebnisse nachvollziehbar und überprüfbar zu machen. Zur Erfassung von externen Daten gehören u. a. Befragung, Beobachtung, Monitoring, Test, Fragebogen, und Materialanalyse. Evaluation muss unserer Meinung nach Gütekriterien erfüllen, wozu Nützlichkeit und Objektivität, aber auch Reliabilität, Validität, Öko-nomie und Normierung gehören.


Wir sind offen für kleinere und größere Forschungsaufträge und bli-cken auf reichhaltige Erfahrungen im Bereich der quantitativen und qualitativen Forschung zurück. Dies bezieht sich vor allem auf empirische Untersuchungen im Gesundheits- und Sozialbereich (Gesundheitssystemgestaltung, Gesundheitsförderung und Prävention, Pflege, Selbsthilfe, Sucht und Suchtprävention). 


Wenn Sie uns kontaktieren wollen, so erreichen Sie uns unter:

Tel.: 0541 804191 oder E-Mail: healtheducation@t-online.de  

 

Kontakt:
Dr. Burkhard Kastenbutt

healtheducation@t-online.de

 

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